Habe die Antidepripillen erstmal abgesetzt, weil ich fast dran krepiert wäre. Ich vertrage dieses Zeugs einfach überhaupt nicht. Nach der anfänglichen Schlafperiode kam dann wieder die Schlaflosigkeit und das Gefühl als hätte mir jemand schlechtes Koks in den Tee gekippt. Dazu irrsinniges Herzrasen, Atemnot, besagtes Zittern und dann folgten wieder meine unerträglichen Kopfschmerzen, deretwegen ich im Oktober ja erstmals krankgeschrieben und danach völlig zusammengebrochen bin.
Ich hoffe mein Arzt versucht mich nicht zur Weitereinahme dieser für mich unerträglichen "Medikamente" zu überreden. Es tut mir verdammt noch mal nicht gut! Ich habe meine Drogenkarriere bereits mit Anfang 20 und aus eigener, beseelter Kraft beendet und nicht vor, sie jetzt als Frau in den besten Jahren wieder aufzunehmen. Dieses Kapitel ist sowas von verjährt!
Vor dem Tod und dem Sterben habe ich keine Angst, allerdings möchte ich diesen auch nicht vor seiner Zeit herausfordern, ich habe hier noch Kinder zu versorgen und etliches zu tun. Dieser Staat schert sich aber einen Dreck um seine Kinder. Seit meiner Insolvenz 2006 wurden meiner Familie und mir alle Steine die sich finden ließen in den Weg gelegt, um wieder auf die Beine zu kommen. Hartz IV ist eine menschenverachtende Vernichtungsmaschinerie, ein Unterdrückungsapparat und Freiheitsberaubung, Hartz IV beschneidet Grundrechte und jegliche Entfaltungsmöglichkeiten seiner Opfer. Und die so gepriesene "Eigenverantwortung" welches dieses bürokratisches Monster sich auf seine Fahnen schreibt wird defacto sabotiert und nicht gefördert, die freie Berufswahl wurde abgeschafft und Zwang, Kontrolle, Erpressung und Schikane stehen jedem ins Haus, der es wagt, seine Souverenität nicht an dem ihm zugewiesenen "Fallmanager" abzutreten und von ihm ad acta legen zu lassen.
Als wir noch am schönen Bodensee lebten (ja, ich liebe diesen See und es tut mir in der Seele weh, welche Monstrositäten sich rund um dieses tiefgründiges Gewässer in Stellung gebracht haben) und ich endlich wieder 2 kleinere Jobs gefunden hatte, die genau mit den Betreuungszeiten meines Jüngsten korrespondierten, wurden meine Arbeitgeber von Amtswegen aufgefordert, Bericht über mein Verhalten zu erstatten. In feinster Stasimanier wurde ich verfolgt und ausspioniert, grad so als hätte ich hier irgendwelche Bewährungsauflagen zu erfüllen!
Zu allem Überfluss bekam ich während dieser ganzen Zeit auch noch unentwegt irgendwelche anonymen Drohanrufe von durchgeknallten Nazis und wass weiss ich wem alles ins Haus geliefert. Ich werde das jetzt hier nicht wieder aufrollen, halte es lediglich fest als Mitverursacher für meinen jetztigen Zustand der totalen Erschöpfung. Ich hatte hier in Stuttgart eine Vollzeitjob angenommen, nachdem ich nur einige Tage zuvor inmitten meines Umzugs schon zusammengebrochen war und 3 Tage völlig regungslos unter meinen Kisten am Boden lag. Es gelang mir irgendwie dann doch wieder hoch zu kommen und 6 Monate durchzuhalten und zu "schaffen" was das Zeug hielt, bis meine körperlichen Schmerzen immer unerträglicher wurden dann im Oktober von heute auf morgen Schluss war.
Ich schreibe das hier jetzt alles auf, damit ich als Mensch sichtbar werde und nicht als Aktennummer irgendwo archiviert und protokolliert in einer Schublade oder Datenbank von anderen "resümiert" werde.
So und ab heute trinke ich lieber wieder mein Gläschen Rotwein vor dem zu Bett gehen, soll die Pillen schlucken wer will. Ich will es nicht.
PS. Ein Ziel haben die Agendasetter jedenfalls erreicht: Ich werde nie wieder Hartz IV beantragen. Aktuell bin ich froh, dass ich noch krankenversichert bin und wie es weiter geht, wird sich zeigen. Eines ist mir jedoch vollkommen klar: Meine Daten werden von der Krankenkasse nich wesentlich anders gehandelt, als von der Hartz IV Stasi-Behörde. Aber das ist jetzt ein anderes Kapitel.
Zum Link bei Klaus Baum:
AntwortenLöschenhttp://www.dradio.de/download/161005/
Hey flummi, was mir richtig sauer aufstößt, ist diese quotenheischende, in epischer Breite ausgewalzte Schulderung von Einzelschicksalen (als ob die den Zuschauern nsind!)im örTV, OHNE die politisch Verantwortlichen auch nur mit einem Wort zu erwähnen. Das die Betroffenen aus Niedergeschlagenheit und Schwäche nicht mehr dazu in der Lage sind sich zu wehren und derartige Fernsehformate dazu benutzen, die Verantwortlichen anzuklagen, könnte ich ja noch verstehen. Aber kritischer Journalismus sieht anders aus. Eine Shice-Reportage.
Ist das die Sendung über Kinderarmut? Hab ich bislang auch noch nicht gehört, bin grad so mit meinem scheiß hier beschäftigt, dass ich aktuell nicht mehr alles verfolge. aber danke für den link.
AntwortenLöschenPs. Apropos Einzelschicksale. Wer glaubt, das hier beträfe ihn nicht, täuscht sich gewaltig.
AntwortenLöschenMeine Schwester hat 4 Jahre auf der Platte gelebt, im Winter bei Minusgraden auf dem Heizunsgsrost eines Supermarktes übernachtet und nur durch die Hilfe von Passanten, Nachbarschaft in der Umgebung und eines selbstlos handelnden Arztes überlebt. Heute regelt sie ihren Alltag (Wohnung/Grundrente) unter ständiger Begleitung eines Psychiaters und Zyprexa.
AntwortenLöschenOh Mann. Und da hatte sie wohl noch Glück, dass ihr Hilfe von Passanten u. der Nachbarschaft zukam, ist ja nicht unbedingt die Regel hier.
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