So, heute ist der 4. Tag seit mein Arzt mich auf Drogen gesetzt hat. Ich hätte die Tage problemlos durchschlafen können, wenn ich mich nicht mit aller mir verbleibenden Restkraft dazu gezwungen hätte, zwischenzeitlich ein paar Stunden wach zu bleiben.(wach heisst in diesem Fall völlig benommen und zu nichts zu gebrauchen, mit flimmrigen, schielenden Augen an die verneblete Wand starrend)
This lovely boy here might give you an impression how I feel these days :
Gut möglich, dass es Menschen gibt, denen Antidepripillen bei ihrer Krisenbewältigung helfen. Ich gehöre definitiv nicht zu den solchen.
Mein Problem war und ist ja meine körperliche Erschöpfung, und dieser Erschöfungszustand steigert sich nun mit Hilfe der Pillen bis an die Grenzen der totalen Bewusstlosigkeit. Wenn es darum ginge, einfach mal ein paar Wochen durch zu pennen, o.k. davon war ja aber nicht die Rede. Heute hatte ich einen Termin beim Gerichtsvollzieher, den ich in diesem Zustand nicht wahrnehmen konnte. (glücklicherweise ist dieser Herr ein sehr freundlicher, verständnisvoller Mensch!) Etliche andere Termine stehen auf der Agenda.
Und als ich meinen Arzt vorab fragte, was ich tun solle, wenn ich die Pillen nicht vertrage, meinte der nur: "Dann nehmen Sie sie trotzdem weiter".
Nun werde ich ihm zu Liebe das Experiment noch bis Ende der Woche fortsetzten und wenn ich bis dahin nicht gestorben bin und immer noch so dermaßen neben der Spur fahre, werde ich den Zug augenblicklich anhalten und wieder aussteigen.
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