Donnerstag, 29. Dezember 2011

Rien ne va plus und Happy New Year

Es tut mir leid. Nichts geht mehr. Einfach gar nichts mehr
Rien ne va plus.
Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Die leichtesten Dinge erscheinem einem wie zentnerschwere Felsbrocken. Nein, in dieser Form habe ich das noch nicht erlebt. Diese Erschöpfung scheint wahrlich unerschöpflich zu sein.

Was also tut Mensch, wenn er nichts mehr tun kann? Und noch soviele Dinge zu erledigen hat, der ganze bürokratische Wahnsinn, diese nicht enden wollenden Drohbriefe und Vollstreckungsbescheide aus dem Altlastencontainer, die täglich neu ins Haus geliefert werden.

Und der von mir höchstprsönliche in Auftrag gegebene Auflösungsvertrag liegt immer noch auf dem Schreibtisch meines Chefs und wartet auf meine Unterschrift. Zuschicken wollte er ihm mir dann wohl auch nicht. Die Krankenkasse schickt Formulare und ich hab keinen Blassen was ich damit anstellen soll. Weder Arbeit noch Hartz IV stellt sich zur Wahl, wenn das eine nicht zu packen ist und das andere der finalen Todesschuß wäre.

Schöne Scheiße ist das.

"Sie müssen sich professionelle Hilfe suchen" so hört man dann in solchen Fällen. Ja, such die mal, renn von einem gestressten Doc zum andrenm wenn du nicht mehr rennen kannst.

Also, wolln wir erstmal diesen Vernichtungspapierberg bündeln und an den Anwalt weiterreichen. Und wenn mein Söhnchen es verschmerzen kann, dann bleibt mir wohl nichts andres übrig, als mich für eine Weile in eine andre Zelle einweisen zu lassen. Er wird hier gut betreut solange, von seiner Schwester, seinem Hund und von seiner Omi. Aber schrecklich fehlen wird er mir und ich ihm ebenso.

Ach ja, vielleicht wach ich ja auch morgen früh auf, hab Flügel auf dem Rücken und Nerven wie Drahtseile.

Und bald beginnt das Jahr des Wasserdrachen.Und dann, wer weiß das schon, gibts vielleicht ja auch mal wieder mehr zu lachen...trozt alledem..

In diesem Sinne wünsche ich allen Menschen ein frohes neues Jahr, auch wenns weh tut.
Glück auf und bis bald!

7 Kommentare:

  1. Hallo Flummi
    Deine neue Seite beeindruckt mich. Die Texte und Gedichte regen zum Nachdenken an - und zum Sinnieren über den Sinn des Lebens.
    Der grüne Hintergrund mit seiner speziellen Struktur ist genial.
    Bhüati

    (hattest du dich auf SF mal "spider" genannt. Ich nannte mich auf SF früher "André H."

    der Herr Karl (wegen Qualtinger)

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  2. hallo herr karl

    ne, mit spider auf SF hab ich nux zu tun.

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  3. Hallo Flummi,
    du, was du da schreibst, habe ich alles in ähnlicher Art und Weise hinter mich gebracht.

    Dieses Wandern zwischen Depression und Überhaupt-nicht-mehr-wollen-aber-trotzdem-doch-wieder-müssen-weil-da-noch-Jemand-ist-der-ohne-mich-hilflos-ist, ja, das war auch mein Leben.

    Vor fast zwei Jahren beschloss ich, nicht mehr mitlaufen zu wollen, im Hamster-Rad. Im ersten Blog http://www.blickaufsland.twoday.net versuche ich seitdem schreibend, die mich umgebende Welt zu ergründen.

    Gefunden habe ich dabei, auch ein wenig mich. Allerdings, ich begriff, dass ich mich nicht ausklinken kann, aus der Welt draußen.

    Ja, mehr noch, ich glaubte zunehmend, dass ich diese Welt, die mich krank macht, verändern will. Ich will es nicht hinnehmen, dass mir von außen Schuld zugemessen wird. "Schuld", die nicht durch mich entstanden ist.

    Ich ahnte aber, dass das, was uns da, von irgendwelchen selbsternannten Obrigkeiten, aufgehalst wird, nicht von mir hingenommen zu werden braucht, weil es nicht das meine ist, obwohl ich Teil des Ganzen bin.

    Ich bin zu lang, sehe ich gerade, also teile ich das Ganze halt auf.

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  4. Teil 2 meines Kommentars:

    Mit Texten und Fotos auf http://www.mecklenburgerstimme.de begann ich deshalbmich direkt anzulegen mit denen, die sich zwar auch als Menschen bezeichnen, doch mit ihrem "Tun" alles andere als Menschsein beweisen.

    Während des nun fast abgelaufenen Jahres, habe ich erkennen dürfen, dass wir es sind, die sich aus allen uns umgebenden "Zellen" befreien müssen.

    Ich habe beschlossen, nichts mehr zu tun, was mit "Geld" bezahlt wird. Und ich begann, meine Bedürfnisse zu überprüfen. Was brauche ich, um existieren zu können, was benötige ich, um die, um die ich mich muss kümmern muss, ausreichend versorgen zu können.

    Dieses Sich-kümmern-müssen bezieht sich bei mir, in meiner kleinen abgeschiedenen Land-Welt, hauptsächlich auf meinen Mann, auf die Tiere (viele, viele Katzen und ein Hund); dazu alles, was da kreucht und fleucht, auch auf die Lebewesen, die ich nicht sehen kann, weil sie im "Boden", im Verborgenen leben.

    Ich habe heraus gefunden, dass es mir körperliche Schmerzen bereitet, wenn ich mit ansehen muss, wie sogenannte "Landwirte", dieses "Leben" permanent zunichte machen.

    Dabei bin ich drauf gekommen, dass dies ja mit der Art und Weise zusammen hängt, welchen Anspruch an Leben ich stelle.

    Das geht schon damit los, dass ich mir überlegen musste, welche Nahrung ich für Katzen und Hund bereite. Und es geht weiter, was esse wir, mein Mann und ich. Mein rezuziertes Anspruchsdenken wurde anfangs nicht von meinem Mann geteilt. Auch die Tiere schauten mich verwundert an, wenn ich ihnen mal wieder ein Ersatz-Futter nach Art des Hauses angeboten hatte.

    "Gut, ihr haltet das, was ich euch kredenze, nicht für besonders schmackhaft, nun dann, müsst ihr eben hungern", sagte ich zu denen. Nach und nach haben wir uns "angenähert", ich werde in der Not erfinderischer und Mann und Tiere probieren und akzeptieren, nach und nach.

    Ist sicher immer noch zu umfangreich, also dann, Teil 3 kommt sogleich

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  5. Nun, mal sehen, ob ich auch noch die Quintessenz reinpacken kann:
    Zumal ich, seitdem ich auf finanzielle Einkünfte verzichte, total auf die Solidarität meines Mannes angewiesen bin. Ist ein steiniger Weg, den wir da gehen, wir zwei. Aber, das Schöne daran, wir finden langsam zueinander. Mein Mann hat jetzt eingesehen, dass wir uns gegenseitig stützen müssen, er schwenkt deshalb ein, in den "neuen" Weg, um Leben tatsächlich zu leben.

    Ja, also, einige grundsätzliche Fragen, wie wir künftig unser Leben aufrecht erhalten wollen, konnten wir klären. Geblieben sind, die Kern-Fragen, die mit den uns umgebenden Außen-Welten zusammen hängen. Ich fand keinen Weg, um da raus zu kommen. Immer drängender wurden Fragen: Warum das alles? Wieso rennt die Menschheit permanent auf den Abgrund zu? Sind wir tatsächlich alles "Lemminge"? Sind wir blind? Wurden wir blind gemacht oder sind wir von Anfang "blind", im Sinne von eingeschränkt, zur "Welt" gekommen.

    Dieses "Es-ist-nichts-so-wie-es-sich-dir-darstellt" oder "Du-kannst-nur-erkennen-was-dein-Hirn-dir-vorgibt" hat mich nicht mehr losgelassen. Mein Leben lang habe ich mich gewehrt, zu glauben.

    Heute weiß ich, dass ich mich den, von Menschen gemachten Glaubens-Ideologien verweigert habe. Ja, ich wollte nicht an einen Gott glauben, von dem mir Kichen-Vertreter-Innen erzählen. Diese, seit mehr als 2000 Jahren zusammen geschriebenen, Gottes-Bezeugungen konnte ich nicht glauben. Zu fadenscheinig und zu tönern erscheinen sie mir.

    Erst kürzlich habe ich begriffen, dass "Kirche" nur dazu gemacht wurde, um "Obrigkeit" zu manifestieren. Menschen unterdrücken Menschen. Und dies nur, um selber Macht, Ruhm und Geld für sich zu akquirieren.

    Alles klar, immer noch zuviel "Stoff"!
    Aber, den Rest bekommst du trotzdem noch . . .

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  6. Also, es geht doch!
    Teil IV und alles Liebe!
    Sie haben es schlau angestellt, damals, vor mehr als 2000 Jahren. Sie haben einfach ihr gesamtes Tun auf einen projeziert. Sie haben sich gleichzeitig einen Blanko-Scheck für zukünftige "Un-Taten" ausgestellt. Das Ganze wird in jeder "Messe" aufs Neue zelebriert.

    Man schwört Menschen auf eine "Blut-Tat" ein, gibt ihnen Obladen und "blutigen" Wein: "das ist mein Leib, das ist mein Blut, für euch vergossen, damit ihr Leben könnt . . ." Das ist unglaublich!

    "Warum lässt du dir das bieten, warum lässt du dir das antun" Dieses Fragen ist seit geraumer Zeit in mir. Seltsamer Weise bin ich nun über diese öffentlich geförderte und betriebene "Blasphemie" darauf gekommen, dass es da tatsächlich "Etwas" oder "Jemanden" gibt, der uns und alles, um uns herum in Szene gesetzt haben muss.

    Und, mit "Diesem" bin ich in Disput gekommen. Ich habe immer und immer wieder diese Fragen gestellt: "Warum verbirgst du dich? Warum stehst du nicht zu dem, was du einmal in Gang gesetzt hast? Warum lässt du dein "Meister-Werk" von Menschen so zu Schanden machen? Hast du das Interesse verloren? Gibst du es auf? Soll all die unendlich viele Mühe, die du darauf verwendet hast, unnütz vertan worden sein? Kannst du dir das leisten? Schließlich ist es doch dein "Lebens-Werk", oder?

    Ich weiß nicht, ob ich mit einer dieser Fragen, oder mit allen, ins "Schwarze" getroffen habe. Hab' im Grunde keine Erklärung für das, was mir in den vergangenen Tagen wiederfahren ist. Ich weiß nur, dass sich jetzt "Etwas" bewegt.Ich habe den Eindruck, das von mir Angesprochene hat sich aus seiner Erstarrung gelöst, neues Handeln entsteht! Aus Still-Stand wird Bewegung.

    Ich hab' natürlich keine Ahnung, in welche Richtung es geht. Wie soll das auch gehen, schwache Menschen-Frau, die ich bin. Aber, die Tatsache, dass Bewegung geschieht, das macht mich froh. Ich weiß zwar nicht, ob und welche Antworten kommen, mir genügt die "Bewegung". Für mich bedeutet das, dass ich weiter denken darf. Schon jetzt tun sich neue Fragen auf, kann ich neue Inhalte suchen, kann Leben neu bewerten. Kurz, das liegt herrlich viel Spannung drin!

    So, nun sind wir schon mitten drin, im letzten Tag dieses Jahres 2011. Ich will mich bei dir entschuldigen, mein Kommentar wurde recht lang.
    Aber, es braucht halt alles seine Zeit.
    Dir und den deinen wünsche ich viel "Lachen" und vielleicht kommt sie ja vorbei, die Freude an der Leichtigkeit des Seins . . .

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  7. hallo scribine, bist ja auch so ne nachteule. aber weisst du, die kirche ist mir ziemlich schnuppe, sie tangiert mich auch nicht weiter. Zudem es in jeder "kirche" oder "nicht kirche" sone und sone gibt. aber ich hab ja selbst schon wieder was geschreibselt, guckste hier:
    Prost Neujahr zum Zweiten!

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